Rezept | Syrien

Monzers Maqlouba

13. März 2019

„Für mich kann Essen viel bedeuten. Einerseits kann es mich in die Erinnerung meiner Kindheit, besonderer Ereignisse und bestimmter Atmosphären bringen. Andererseits kann Essen ein starkes Gefühl des Zusammenseins sowohl in der Familie als auch in der Gesellschaft schaffen. Dieses Gefühl spüre ich vor allem, wenn ich meine Familie besuche.“

Monzer Haider ist im Oktober 2012 von Syrien nach Deutschland geflohen. Ursprünglich stammt er aus einem kleinen Dorf namens Jazibag in der kurdischen Region Afrin. In Tübingen studiert der mittlerweile 27-jährige Politikwissenschaft, Sprachen, Geschichten und Kulturen des Nahen Ostens sowie Philosophie. 

Ein Stück seiner Heimat behält er sich bei, indem er immer wieder heimische Gerichte kocht. Auf die Frage, wie für ihn „Heimat“ schmeckt, antwortet er sofort „vor allem nach Kreuzkümmel und Jasmin!“. Beim Kochen ist ihm auch wichtig, dass er in Tübingen bei einem libanesischen Supermarkt einkauft, bei dem es neben vielen syrischen Produkten auch Fleisch gibt, welches halal ist. Bei einem Gespräch über die Bedeutung von Essen wird schnell deutlich, dass es selbst über die Grenzen und verschiedenen Kochtraditionen weg eine Gemeinsamkeit gibt, die wohl viele Menschen gleich wahrnehmen: „Mit Essen verbinde ich auch meine Mama, einfach die beste Köchin der Welt.“

Eines von Monzers Lieblingsgerichten ist eindeutig die Maqlouba. Damit jeder dieses wunderbare Gericht nachkochen kann, verrät er uns hier sein Rezept:

Maqlouba

  • Portionen: 4-6 Personen
  • Schwierigkeit: einfach
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Zutaten


2 Hähnchenbrustfilets (wer es traditionell möchte, besorgt sie sich halal!)
2 Auberginen
Ca. 750g Kartoffeln
Ca. 3 Tassen Reis
400g Champignons
3 Paprika (rot, grün, gelb)
4 EL Tomatenmark
1 Handvoll Nüsse
Olivenöl
Sonnenblumenöl/Rapsöl
Pfeffer
Salz
Chilipulver

Zubereitung

  1. Die Auberginen werden längs in etwa 1cm dicke Scheiben geschnitten, ebenso die Kartoffeln und Champignons in dünne Scheiben schneiden. Die Paprika schneidest du in etwas dickere Streifen.
  2. Die Hähnchebrustfilets werden in mundgerechte Stücke geschnitten und mit etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer, Chilipulver und Tomatenmark einmassiert.
  3. Die Auberginen, Paprikastreifen, Kartoffelscheiben und der Champignon werden nacheinander mit reichlich Rapsöl in einer Pfanne mit etwas Pfeffer, Salz und Chilipulver angebraten, bis sie goldbraun sind. Danach werden sie zum abtropfen auf einen Teller mit Küchenpapier gelegt.
  4. Die marinierten Hähnchenbrustfilets werden ebenfalls kurz angebraten.
  5. Zum Schluss werden die Nüsse grob gehackt und in der Pfanne angeröstet.
  6. Damit die Maqlouba später gestürzt werden kann, wird sie jetzt in einem Topf gestapelt. Zuerst wird das Fleisch auf dem Boden des Topfes verteilt. Darüber wird ein Drittel des Reises gegeben. Über den Reis werden die Kartoffelscheiben gelegt. Nun kommt ein weiteres Drittel Reis. Auf den Reis kommen die Auberginen, Paprika sowie Champignons und zum Schluss der Rest vom Reis.
  7. Der Topf wird nun mit Gemüsebrühe gefüllt, bis sie etwa einen Finger breit über dem Essen ist. Bei geschlossenem Deckel nun etwa 30 Minuten köcheln lassen. Nach 30 Minuten, wenn die Flüssigkeit verkocht ist, kann der Topf auf eine große Platte gestürzt werden. Darüber werden die gerösteten Nüsse gegeben.
  8. Perfekt dazu eignen sich Tsatsiki (mit Minze) und Pita-Brot. Guten Appetit!